Zu elektrischem Heizungssystem -> Patent
DE 10038799
Dieses Heizungssystem eignet sich überall, kann seinen
Vorteil aber dort nur zum Teil nutzen, wo die Wände oder relevante Massen und
Flächen im Raum eine hohe thermische Trägheit aufweisen. Zwar kann es auch dann
mit guten Ergebnissen angewendet werden (das heißt, es garantiert sowohl eine
weit höhere Raumklima – Qualität als jedes andere Heizungssystem, als auch gute
Abschaltbarkeit und schnelles Einregeln nach
Abschaltung), aber es bringt energetisch gesehen nicht mehr einen so großen
Vorteil. Wie groß dieser Vorteil gegenüber einem gängigen Heizungssystem ist,
ist noch nicht nachgewiesen doch in der Rechnung abschätzbar.
Je geringer die thermische Trägheit des Raumes, desto größer die
Energieeinsparung bei gleichen Wärmeverlusten (Wärmedurchgangskoeffizienten).
Wände, vor allem wie sie früher gebaut worden sind, aber
auch heute noch, sind ja nach heutiger Sicht heizungstechnisch
gesehen eine ziemlich dumme Lösung, da ja nicht mehr mit nicht regelbarem teils offenem Holzfeuer geheizt wird. Das kann
man sich an einem alten Kachelofen klarmachen. Dieser ist aus keramischen
Kacheln zusammen gesetzt, damit möglichst viel von der kurze Zeit abgegebenen
hohen Wärmemenge gespeichert und erst langsam abgegeben wird. Die thermischen
Eigenschaften dieser Kacheln sind ähnlich denen eines Ziegelsteins. Steine sind
leider auch nicht sehr weit davon entfernt. Damit hat jede Mauer, neben dem in
der Fachliteratur so oft erwähnten K - Wert, der die Isolationseigenschaften
bzw. die Wärmedurchlässigkeit charakterisiert auch die Fähigkeit, Wärme zu
speichern. Wenn man ein kaltes Zimmer aufheizt, hat
man also einen Wärmespeicher zu füllen, der aus dem Mauerwerk gebildet wird.
Das wird in der gesamten Fachliteratur zu Heizungen ignoriert! Wenn dieser
Speicher bei einer bestimmten Innentemperatur gefüllt ist, braucht man nur noch
einen Bruchteil der vorher benötigten Energie, um diese Temperatur innen zu
halten. Aus diesem Grunde müssen Zentralheizungen und Radiatoren in Räumen
ordentlich überdimensioniert werden und man muss nach längerer Abwesenheit im
Winter anfangs überheizen, damit es nicht Tage dauert, bis eine angenehme
Temperatur erreicht wird. Diese Überdimensionierung wird für den Heizungskessel
und die Zentralen Einheiten meistens realisiert, was zu einem Rückgang des
realen Wirkungsgrades im Normalbetrieb führt (eine in der Fachliteratur fleißig
verschwiegene Tatsache). Die Überdimensionierung des Radiators wird aber in so
manchem Zimmer vergessen, so dass man hier nach längerer Abwesenheit eventuell
einen Tag oder mehr, auch bei eingeschalteter Heizung, frieren muss. Auch das
wird in der Literatur verschwiegen. Die theoretischen Wirkungsgrade und die
theoretisch erzielbare Wohnqualität bei einer Heizung mit hoher thermischer
Trägheit, wie sie fast alle nicht elektrischen und auch viele elektrische
Heizungen heute sind, und die realen Werte solcher Heizungen, liegen deshalb
weit auseinander.
Bei Zentralheizungen, liegen die realen
Wirkungsgrade / Wohnqualität (eines oder
beides) unter den in der Fachliteratur angegebenen Werten, vorwiegend wegen den
unvorhersehbaren unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Parteien an
das System. Hier spielt die Wärmespeicherung im System und den Wänden auch eine
generell vom optimalen Betrieb wegführende Rolle. Bei Gebäuden mit mehreren
Wohnparteien spart man hauptsächlich durch die für jede Partei reduzierte
Grenzfläche zum kalten Außenbereich, also durch geringere Wärmeverluste im
Raum.
Der zweite Nachteil dieser Wärmespeicherung in den Wänden
ist, dass die gespeicherte Wärme im eingeschwungenen Betrieb, bei Wegfall der
Heizung langsam weiterhin an die Umwelt abgegeben wird (natürlich nicht nur
nach innen, sondern auch nach außen). So kann Sonneneinstrahlung (durchs Fenster)
schnell zu einer Überhitzung führen und nach verlassen der Wohnung wird noch
lange Wärme abgegeben und sinnlos eine hohe Temperatur gehalten. Auch hier
macht eine zusätzlich träge Heizung den Verlust aber noch größer. Wäre die Wand aus Holz oder Kunststoff, würde
die Wand selbst, bei über die Wanddicke eingestelltem, gleichem K – Wert, dabei
nur einen winzigen Bruchteil der Wärme aufnehmen, die eine Steinwand speichern
würde. Das heißt, der Energieaufwand um in den Normalbetrieb zu gelangen ist
deutlich geringer. Hier macht eine gut regelbare elektrische Heizung mit fast
gar keiner thermischen Trägheit noch mehr Sinn. Es ist jetzt klar, dass mit
Materialien mit geringer Wärmespeicherung weniger Heizenergie nötig ist, bei
dem gleichen thermischen Isolationswert um dieselbe Temperatur unter gegebenen
Außenbedingungen zu erreichen und zu halten. Eine Ziegelmauer kann auch bei
hohen Dicken oft einen großen Wärmeverlust bedeuten, weil sie große Wärmemengen
durch die Speichereigenschaft "verschlucken", wobei diese Wärmemenge
mit der Dicke auch zunimmt. Also braucht man beträchtliche Mengen Energie, um
nach einer Unterbrechung der Heizung die Räume innen wieder aufzuheizen und den
eingeschwungenen Zustand zu erreichen, vor allem wenn ein hohes
Temperaturgefälle ausgeglichen werden muss. So macht abschalten oder niedrig
schalten der Heizung weit weniger Sinn, als wenn keine Wärme gespeichert werden
würde.
Energetisch gesehen besteht die beste Lösung, aber auch
im Sinne geringerer Kosten und einer besseren Wohnqualität, also in der Wahl
besserer Materialien für die Wände. So gesehen sind die oft kritisierten Beton
– Wände weit besser als Ziegelwände, nur muss ein geeignetes Heizungssystem
her. Die Ziegelwände sind das ideale Material für sehr träge Kachelöfen und für
Verbrennung primärer Rohstoffe im Wohnbereich. Brenn- und Explosionsgefahr und
andere Nachteile, welche in meiner Patentanmeldung erwähnt sind, kommen dann
aber noch hinzu. Auf jeden Fall muss man bei Wänden mit hoher Wärmespeicherung
und Heizungen mit hoher thermischer Trägheit mit einer langsam einregelbaren Temperatur rechnen, was die Wohnqualität
schmälert.
Das erfindungsgemäße elektrische Heizungssystem schafft
Abhilfe, auch bei dem Problem der Wärmespeicherung. Es werden großflächig aber mit
niedriger Temperatur Innenbereiche eines Raumes geheizt. Durch den Aufbau des
Heizungssystems hat die Luft in Randbereichen eine, wenn auch nur bescheiden,
geringere Temperatur als in den Nutzbereichen. Die Wärmeaufnahme und -abgabe an
den Wandoberflächen hängt aber mit T4 von der Temperatur ab. Die Wärmeleitung mit T² vom
Temperaturunterschied innen – außen. Da macht 1°C schon einen nicht
vernachlässigbaren Unterschied. Trotzdem wird der hohe energetische Gewinn,
durch eine schnelle und genaue Regelung ohne Verluste durch Wärmespeicherung im
System erreicht. Eine hohe Wärmespeicherkapazität des Mauerwerks schmälert
diesen Vorteil. Abhilfe schafft zusätzliche Isolation der Mauern, wie sie in
den Neubauten durchwegs schon praktiziert wird. Hier wäre nur noch der Vorteil
der Isolation innen im Vergleich zu der außen zu unterstreichen, weil man die
Wärmespeicherung innen nicht haben will aber schnellen Temperaturwechsel außen
abpuffern will, was der Wärmespeicher nicht isolierte Mauer durchaus kann (nach
außen hin also immer noch sinnvoll, die alte Ziegelmauer). Die schnelle und
genaue Einregelung der Temperatur wird hiervon kaum beeinflußt. Die in den
Mauern gespeicherte Wärme wird nur langsam ausgetauscht, besonders weil die
Temperaturunterschiede zur Luft weit geringer als bei einem Radiator sind.
Deshalb ist das patentgemäße elektrische Heizungssystem auch bei Wänden mit
hoher Speicherkapazität in der Summe ein Gewinn. Auch beim Anheizen nach
längerer Abwesenheit im Winter ist man im Vorteil gegenüber gängigen
Heizungssystemen, denn bei einem elektrischen Heizungssystem bedeutet eine
Überdimensionierung gar kein Verlust im Wirkungsgrad. Wenn man gleiche Qualität
mit einer gängigen Heizung erreichen will muss man mit hohen realen Einbußen im
Wirkungsgrad für diese rechnen. Dieser geringere reale Wirkungsgrad wirkt sich
aber nicht in diesen Einregelphasen sondern im
Dauerbetrieb aus! Damit kann man annehmen, dass das erfindungsgemäße
elektrische Heizungssystem besser ist als bisher bekannte, und zwar in allen
Punkten:
•Wohnqualität
•Umweltfreundlichkeit
•Energie- und Kostenersparnis
und das, obwohl der Wirkungsrad bei der Umwandlung von
primären Rohstoffen zu Wärme über den Umweg Strom geringer ist, als der von
primären Rohstoffen direkt in Wärme. Man kann aber auch in diesen Punkten viel
tun, denn zentral in Kraftwerken kann ein viel höherer Aufwand getrieben werden
für hohen Wirkungsgrad und Umweltschutz als dezentral in Wohnungen. Die
Fehlerquote bei vielen dezentralen Verbrennungseinheiten sowohl energetisch als
auch umwelttechnisch gesehen wird im Vergleich zum Möglichen dezentral in der
Summe weit höher sein als an wenigen zentralen Stellen. Auch sozial und
finanziell gesehen, kann man die vielen dezentralen Einheiten nur schlecht auf
den höchsten Stand von Wissenschaft und Technik bringen. Der Gesetzgeber kann
hier viel zu wenig tun, weil das rein statistisch begründet ist. Doch auch der
kann noch Fehler einbringen. Eine entsprechende Gesetzgebung könnte
andererseits einer richtigen Bauweise und einem entsprechenden, dazu passenden
Heizungssystem den Vorrang geben, vor existierenden Lösungen. Dazu muss man die
großen Vorteile dieser Lösung erst aber nicht nur vorrechnen sondern in
Beispielen belegen können. Dazu braucht man Investitionskapital! Man benötigt
auch die Zusammenarbeit mit der Bauindustrie und das alles übersteigt meinen
möglichen Wirkungsbereich bei weitem. Wer kann hier helfen, zum Vorteil aller?
Man kann das Patent sicher auch noch verbessern, was nicht heißt dass es so
nicht schon einen klaren Vorteil bringen würde.
Natürlich ist es heute schwer, den Leuten klar zu machen,
dass ein elektrisches Heizungssystem in allen interessierenden und weiter oben
erwähnten Punkten weit besser sein kann als die klassischen bekannten
Heizungssysteme. Dafür sorgt vielleicht auch die Lobby der Heizungshersteller,
die lange an Regelungen entwickelt haben, die beweisbar wenig Sinn machen und
kaum einen Vorteil bringen können.
Trotzdem will ich hier betonen, daß es sehr gute Heizungssysteme heute auf dem
Markt gibt und sich die Leute auch teilweise erfolgreich Mühe gegeben haben,
diese energetisch und bezüglich der Wohnqualität zu verbessern. Ich will den verbesserten
Wirkungsgrad in den Verbrennungseinheiten hier nicht wegreden. Aber der große
Vorteil des erfindungsgemäßen elektrischen Heizungssystems ist der, daß über
die geringe Wärmespeicherung mit einer entsprechenden Regelung die in der
Wohnung benötigte Wärme bei besserer Wohnqualität bedeutend reduziert wird. Das
ist mit einem klassischen Zentralheizungssystem mit hoher thermischer Trägheit
eben nicht möglich. Ich will hier noch einmal auf die sozialen und finanziellen
Aspekte hinweisen und auf die Fehlbarkeit der Menschen, welche es bei Heizungen
mit Verbrennung real kaum möglich machen, den theoretisch erreichbaren
Wirkungsgrad auch überall verfügbar zu machen. Außerdem bedeutet das Wegfallen
der Überdimensionierung einen Verlust an Wohnqualität und das sollte nicht der
Weg der heutigen Technik sein! Hier muss man auch darauf Hinweisen, dass bei
zentralen Heizungen die Nachtabsenkung ein großes Problem ist, welches entweder
die Wohnqualität oder den Wirkungsgrad oder beides essentiell beeinflussen. Was
geschieht nämlich wenn der eine abends ordentlich vorheizt und der andere erst
Nachts um 2 heimkommt, vor allem am Wochenende, wenn man entspannen muss und
genießen will, was auch zur Entspannung gehört, um in der Woche wieder fit zu
sein? Was wenn man krank ist und es ständig warm braucht, auch Nachts? Einen
nicht überdimensionierte Heizung schafft da Probleme, welche bei einigen
Systemen eine Schande für den heutigen Stand von Wissenschaft und Technik sind,
besonders wenn es sich um eine Zentralheizung handelt.
Es ist aber sicher, dass die Zukunft Wohnungen gehört,
mit Wänden aus Materialien mit geringer Wärmespeicherung und zugleich geringer
Wärmeleitfähigkeit, wie z.B. Holz oder Kunststoffe, aber da gibt es bestimmt
noch mehr Möglichkeiten, welche man in der Zukunft finden wird. Zu diesen
Wohnungen ist mit Abstand die beste Lösung ein erfindungsgemäßes elektrisches
Heizungssystem, welches dann optimale Energieeinsparung und Wohnqualität
möglich macht. Das erfindungsgemäße elektrische Heizungssystem hat noch viele
weitere Vorteile wie geringe Einbaukosten, geringe Herstellungskosten,
praktisch wartungsfrei, keine Gefahren im Wohnbereich, leise, zuverlässig, etc.
Wenn es auch schwer ist, heute dieses System gegen die Heizungslobby und
Starrköpfe aus Wissenschaft und Technik durchzusetzen, die nicht umdenken
können und wenn der Durchbruch so gesehen in nicht ganz naher Zukunft liegt,
sehe ich trotzdem kein Problem in der Vermarktung heute. Es gibt viele
Vorteile, welche man zu Werbezwecken nutzen könnte und es gibt einige elektrische
Heizungssysteme weit geringeren Wirkungsgrades und geringerer
Leistungsfähigkeit, welche schon verkauft werden. Die Durchsetzung des
erfindungsgemäßen Heizungssystems würde auch volkswirtschaftlich durch den
geringen Aufwand beim Einbau und in der Wartung einen Gewinn bedeuten, weil
Ressourcen freigesetzt werden. Dass man für diese keine Arbeit hat wäre ein
lächerliches Argument und ein Zeugnis intellektueller Armut bei denen, welche
die entsprechende Verantwortung tragen (ich habe noch mehr Ideen, da wäre
Arbeit ohne Ende).
Nicht zuletzt bleibt bei gängigen, nicht elektrischen
Heizungsanlagen die graue Energie unerwähnt, welche den Verbrauch durch
Lagerung, Transport, Herstellung, Wartung (wieder Transport), etc. bedeutet.
Wenn man das auf die Anzahl der dezentralen Heizungen aufrechnet, ist das ein
Riesenverlust an primären Rohstoffen, der bei zentraler Verbrennung
größtenteils erspart werden würde. Außerdem bedeutet das erhöhte Risiko bei
vielen dezentralen Verbrennungsanlagen und auch beim Transport wieder sicher
eine höhere Fehleranzahl, was wieder zu Verlusten führt, die man durch zentrale
Verbrennung reduzieren könnte.
Weitere Vorteile und
ähnliche Überlegungen in der Patentanmeldung selbst.
Wieso großflächiges und
schnelles Aufheizen Energie spart? Es gibt sehr viele Gründe aus der Physik und
Technik die das eindeutig belegen. Hier versuche ich die wichtigsten
aufzuzählen:
Der große Vorteil vor allen existierenden Heizungssystemen also durch
großflächig also schnell und homogen heizen, mit Niedertemperatur, also
geringeren Randverlusten heizen und geringe thermische Trägheit, also schnell regeln.
Noch Reduzierung der thermischen Trägheit der Randbereiche, was durch spezielle
Isolation innen, die schon zum Teil vom Heizungssystem selber realisiert wird,
erreicht werden kann, und man hat so bedeutende Vorteile, dass kein
Heizungssystem von heute sich auch nur annähernd mehr damit messen kann.
Autor: Norbert Kailan
Unterschrift: